Sehenswertes in Budapest
Da dieses Gebäude als Gegenpol zum Königspalast zu gelten hatte und als Ausdruck der Forderung nach demokratischeren Strukturen stand, wurde sein Standort am Pester Donauufer festgelegt.
Allerdings hielt die Demokratie erst mehr als 100 Jahre nach dem Baubeginn, mit den Wahlen von 1990. Die Bauarbeiten dauerten 18 Jahre, von 1884 bis 1902. Der Architekt Imre Steidl (1839-1902) schuf mit dem Parlament ein Sinnbild des Eklektizismus.
Das Parlamentsgebäude ist im Rahmen von Führungen zu besichtigen (für EU-Bürger gegen Vorlage des Personalausweises kostenlos). Wenn Sie nicht riskieren wollen, in Warteschlange zu stehen, können Sie sich telefonisch unter der Telefonnummer 441 49 04 anmelden.
Nicht weit vom Parlament entfernt finden Sie die St. Stephans Basilika, eine weitere bekannte Budapest Attraktion. Sie ist dem ersten christlich ungarischen König Stephan gewidmet. Diese gewaltige neoklassizistische Kirche wurde 1867 bis 1906 erbeut und besitz eine 96m hohe Kuppel im Neorenaissancestil. Diese stürzte 1868 bei einem Sturm ein und zerstörte das damals halbfertige Bauwerk. Von der Kuppel haben Sie einen atemberaubenden Panoramablick auf die Stadt.
Im Inneren können Sie Glasmalereien, Gemälde und Skulpturen besichtigen. Die wichtigsten Kunstwerke in der Kirche sind die Statuen von Alajos Stróbl und das Gemälde »Der hl. Stephan empfiehlt Ungarn der Hl. Jungfrau Maria« von Gyula Benczúr.
In der Basilika wird außerdem eine bedeutende Reliquie, die mumifizierte Hand des Königs Stephan, ausgestellt.
Die Fischerbastei ist vielleicht die bekannteste Sehenswürdigkeit von Budapest. Die Bastei dient vielen Touristen als Aussichtsplattform, sie liegt hoch über der Donau am Burgberg. Von hier aus haben Sie den schönsten Blick auf die Stadt. Der ideale Ort, um sich in Budapest zu verlieben!
Das Gebäude wurde erst am Anfang des letzten Jahrhunderts errichtet. Die dekorative neoromanische Anlage mit ihren Gängen, Arkadenbögen und Türmen wurde Ende des 19. Jhs. Plänen des Architekten Frigyes Schulek (1841 bis 1919) errichtet, der auch die benachbarte Matthias-Kirche umbaute.
Das Bauwerk mit seiner Atmosphäre romantischer Ritterburgen und mittelalterlicher Klosterhöfe wurde in der Nähe der Matthias-Kirche errichtet, wo im Mittelalter der Fischmarkt angesiedelt war. Der Name Fischerbastei erinnert daran, dass hier einst Befestigungsmauern standen, die von der Fischerzunft gesichert und verteidigt wurden.